03.02.2014 Industriebäcker Stauffenberg gerettet

03.02.2014 Industriebäcker Stauffenberg gerettet

Essen, 03.02.2014 Zwei Monate nach Eröffnung der Insolvenzverfahren über das Vermögen der Albert Stauffenberg Nachfolger GmbH & Co. KG, der Bär Brot GmbH und der Frost Backwaren GmbH können die Produktionsstandorte in Gelsenkirchen und Daun (Eifel) wieder eigenständig am Markt agieren. Der Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering hat das Anlage- und Umlaufvermögen dieser Standorte auf Nachfolgegesellschaften übertragen, die Gläubigerversammlung hat am 29.01.2014 dem Verkauf bereits zugestimmt.

Die seit über 110 Jahren in Gelsenkirchen ansässige Bäckerei Stauffenberg hat im Wesentlichen Schnitt- und Leibbrote sowie Brötchen für Discounter des Lebensmitteleinzelhandels hergestellt. Wesentliche Kunden waren zuletzt Aldi Nord und Aldi Süd, Lidl und die Edeka/Netto-Gruppe. Die im Jahr 2007 erworbene Bär Brot GmbH hat vom Standort Daun im Wesentlichen das Filialnetz von Aldi Süd im südlichen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg beliefert.

Der Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering aus der Kanzlei Niering Stock Tömp Insolvenzverwaltungen hatte bereits im vorläufigen Verfahren einen Verkaufsprozess der Unternehmensgruppe eingeleitet, in dem über 1.500 potenzielle Erwerbsinteressenten angesprochen worden sind. Mehr als 30 Kaufinteressenten haben sich im Verkaufsprozess aktiv beteiligt und Standortbesichtigungen durchgeführt. Veräußert wurde das Unternehmen an eine Nachfolgegesellschaft, die vom Kreis der ehemaligen Geschäftsführer initiiert worden ist. Diese konzentrieren sich an den Produktionsstandorten im Wesentlichen auf die Belieferung der Großkunden Aldi Süd, Aldi Nord und Lidl.

“Durch den Verkauf der beiden Produktionsstandorte konnten 215 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Alternative zum Verkauf wäre die vollständige Einstellung der Produktionen“ so der Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering auf der heutigen Betriebsversammlung in Gelsenkirchen.

Den Produktionsbetrieb der Partner Back Nachfolger GmbH in Gronau, an dem 60 Mitarbeiter überwiegend mit der Herstellung von Fettgebäck beschäftigt sind, hofft der Insolvenzverwalter kurzfristig an einen Wettbewerber veräußern zu können. “Für diesen Standort interessierten sich mehrere Investoren, die sich aus unterschiedlichen Gründen nach und nach zurückgezogen haben. Der verbleibende Interessent, eine dänische Unternehmensgruppe, zeigt sich derzeit jedoch sehr interessiert” erklärte der Insolvenzverwalter.