SNOKE vor dem Aus

SNOKE vor dem Aus

Trotz intensiver Bemühungen haben sich die Hoffnungen nach einem Erhalt des insolventen Bonner E-Zigarettenherstellers SNOKE GmbH & Co. KG endgültig zerschlagen. Der vom Amtsgericht Bonn bestellte Insolvenzverwalter André Dobiey aus der Kanzlei Niering Stock Tömp musste diesen Schritt im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung in der Bonner Zentrale des Unternehmens am gestrigen Mittwoch, den 30.09.2015 mitteilen. „Leider haben die gravierenden Gesellschafter-Auseinandersetzungen aus dem Vorfeld der Insolvenz auch negative Auswirkungen auf die Fortführungsfähigkeit im Insolvenzverfahren gehabt. Insbesondere war es uns nicht möglich, aufgrund ungeklärter markenrechtlicher Fragen, einen geordneten Unternehmensverkauf zu ermöglichen“, so der Insolvenzverwalter. Wie sich herausgestellt habe, seien die Markenrechte bereits im Vorfeld der Insolvenz zunächst auf ein Unternehmen in Luxemburg und sodann ein Unternehmen aus Hongkong übertragen worden. Eine geordnete Vermarktung des schuldnerischen Unternehmens auf gesicherter Rechtsgrundlage sei damit faktisch nicht mehr möglich gewesen. Überdies sei – verständlicherweise ohne eine langfristige Fortführungslösung – die Zurückhaltung auf Seiten der Handelspartner zur Abgabe neuer Bestellungen groß gewesen. Für eine breitere Vermarktung der erst seit wenigen Jahren eingeführten Produkte der Schuldnerin seien keine finanziellen Mittel vorhanden gewesen. Geplant ist nun, die vorhandenen Restposten, die sich weitgehend bei einem Zulieferer in der Nähe von Hannover befinden, im Rahmen eines geordneten Abverkaufs zu verwerten.

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Dipl.-Kfm. Bernhard Görg
Telefon: 0221/99 22 300
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