Neue gesetzliche Insolvenz-Regelungen und Haftungsrisiken für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Angesichts nicht unerheblicher #Haftungsrisiken müssen sich Steuerberater und Wirtschaftsprüfer intensiv mit neuen gesetzlichen Insolvenz-Regelungen auseinandersetzen. Unser Partner Andreas Plitzko (Fachanwalt für Insolvenzrecht) erläutert, unter welchen Voraussetzungen bzw. für welche Fälle die Instrumente des Restrukturierungs- und Stabilisierungsrahmens genutzt werden können.

Personalabbau im Rahmen eines Insolvenzverfahrens

Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens sind immer wieder auch Mitarbeitende betroffen. Um ein Unternehmen nachhaltig zu sanieren, kommt oft kein Weg an einem Personalabbau vorbei. Wir fragten unsere Partnerin Katrin Camp (Fachanwältin für Arbeitsrecht), was es mit dem § 113 InsO auf sich hat.

Zahl der Privatinsolvenzen bundesweit sprunghaft gestiegen

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Privatinsolvenzen bundesweit sprunghaft gestiegen. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel gab es 31.821 Privatinsolvenzen im 1. Quartal 2021.

Konzentration der Insolvenzgerichte

Über die angedachten Konzentration der Insolvenzgerichte nach § 2 Abs. 1 InsO n.F, welche die Gesetzesreife letztendlich nicht erlangt hat, wird zurzeit leidenschaftlich diskutiert. Unser Partner André Dobiey (Fachanwalt für Insolvenzrecht) hat dazu diese Meinung:

Voraussetzungen zur Einrichtung einer Transfergesellschaft

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit im Falle des Scheiterns einer Unternehmenssanierung eine Transfergesellschaft für die entlassenden Mitarbeitenden eingerichtet werden kann?

Geschäftspartner in finanzieller Schieflage

In diesen Monaten ist viel von einer drohenden Insolvenzwelle die Rede. Wir fragten unsere Partnerin Frauke Heier (Fachanwältin für Insolvenzrecht), worauf man achten muss, wenn ein Geschäftspartner in eine finanzielle Schieflage gerät. Darf man seinem insolvenzgefährdeten Kunden überhaupt entgegenkommen?

Krisenindikatoren frühzeitig erkennen

Wenn die Geschäftsführung nicht rechtzeitig einen Insolvenzantrag stellt, begeht sie eine Pflichtverletzung und löst damit sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich eine Haftung aus. Wir fragten unseren Partner Andreas Plitzko (Fachanwalt für Insolvenzrecht), welche Krisenindikatoren Geschäftsführer frühzeitig erkennen sollten.

St. Franziskus-Hospital Winterberg Neuaufstellung auf der Zielgeraden

[Winterberg – 19. Mai 2021] – Das St. Franziskus-Hospital Winterberg ist gerettet. Im Rahmen der heutigen Gläubigerversammlung vor dem Amtsgericht Arnsberg haben die Gläubiger einstimmig dem Insolvenzplan und damit auch der dauerhaften Fortführung des Winterberger Krankenhauses zugestimmt. Mit der Annahme des Insolvenzplans wird die Klinik, die sich seit November 2019 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet, vollständig entschuldet. Darüber hinaus wird die Basis für eine Veränderung der bisherigen Gesellschafterstrukturen geschaffen.

Schuldenschnitt Frankreich

Die französische Regierung prüft zurzeit, inwieweit „von Fall zu Fall“ Unternehmensschulden erlassen oder gestreckt werden können, um Arbeitslosigkeit und Insolvenzen zu verhindern. Zombiefirmen sollten ausdrücklich nicht gerettet werden. Wir haben unseren Partner André Dobiey (Fachanwalt für Insolvenzrecht) um ein kurzes Statement gebeten.

Sonderregelung des § 4. Abs. 1 COVInsAG – die Überschuldungsprüfung

Ab dem 1. Mai gelten grundsätzlich wieder die allgemeinen Regelungen zur Insolvenzantragspflicht bei Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Bis zum 31.12.2021 greift allerdings wegen der Corona-Pandemie die Sonderregelung des § 4. Abs. 1 COVInsAG – die Überschuldungsprüfung. Wir fragten unsere Partnerin Dr. Silke Recksiek, was diese Sonderregelung konkret für Geschäftsleiter betroffener Unternehmen bedeutet.